Die BESONDEREN Fähigkeiten von PILZEN beziehen sich nicht nur auf den gesundheitlichen Aspekt. Die meisten denken an Pilze, um sie zu essen. Dabei wird zwischen toxisch, berauschend oder gesundheitsfördernd unterschieden.

Allerdings haben Pilze einen großen Stellenwert in der Natur. Sie übernehmen zahlreiche wichtige Aufgaben im natürlcihen Kreislauf. Genau darum dreht sich mein heutiger Blogartikel.

Inhaltsverzeichnis

1. Geschichte der kleinen Lebewesen

2. Pilzformen

2.1 Ständerpilz

2.2 Nierenförmige Pilze

3. Pilzarten

3.1 Saprophyten

3.2 parasitäre Pilze

3.3 Mycorhizale Pilze

3.3.1 Ectomycorrhiza

3.3.2 Endomycorrhiza

3.4 Endophyten

4. Zusätzliche Nutzen

1. Geschichte der kleinen Lebewesen​

Vor 600 Millionen Jahren haben die Pilze unsere Pflanzenwelt unterstützt, die Toxine aus der Atmospähre zu reinigen. Daher haben sie dazu beigetragen, dass das Leben auf der Erde überhaupt für uns Menschen möglich gemacht wurde.

Auch von der Evolution haben Pilze mit uns Menschen viel gemeinsam. In der Evolutionsbaum sind sie nahe verwandte von uns Menschen.

2. Pilzformen​

Es gibt unzählige Pilze in Farben, Formen und Arten. Hier möchte ich die zwei Hauptformen der Pilze vorstellen. Das sind die Ständerpilze und die nierenförmige Pilze, die an Bäume entlang wachsen. Das sind Pilzarten, die mit dem Augen zu erkennen sind. Auf die kleinen Mikroben möchte ich nicht genau eingehen. Ich denke jeder von uns kennt den guten alten weißen Flaum – auch Schimmelpilz genannt.

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2.1 Die Ständerpilze

Die kleinen wachsende Stielchen werden Vielen bekannt sein. Diese Pilze bilden in der ersten Phase den Fruchtkörper auch Primordia gennant. Der Stiel bildet sich und in der zweiten Entwicklungsphase entwickelt sich anschließend die Kappe. Unterhalb dieser Kappe befinden sich die Basidien. Diese behausen die Sporen der Ständerpilze. Dabei handelt es sich um Maiosesporen. Das sind haploide Zelle. Das heißt es gibt zwei verschiedene Sporen, die für die Befruchtung notwendig sind. Das ist zu vergleichen mit der Ei- und Spermazelle des Menschen.

Abhängig von Witterung, Temperatur und der Pilzart, werden eine Vielzahl von Sporen gebildet, die mit einem gewaltigen Druck aus der Basidie gepresst werden. Das soll 10000 mal stärker sein, als der Druck, der entsteht, wenn die Astronauten aus der Atmosspähre austretten. 

2.2 Nierenförmige Pilze

Diese Pilze wachsen zum Beispiel seitlich an den Bäumen entlang und sehen aus wie kleine Untertassen. Der Vital- und Heilpilz Reishi oder der goldene Lackporling gehört zu dieser Gattung. Im asiatischen Raum ist dieser Pilz bekannt dafür, um das Gleichgewicht des Körpers wieder herzustellen.

3. Pilzarten

Es gibt verschieden Aufgaben und Funktionen, die die Myzille übernehmen, um den Kreislauf der Natur zu schließen. Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl von Pilzen, die in mehrern Kategorien eingeordnet werden können.

3.1 Saprophyten

Diese Pilze nenne ich die Recycler der Natur, da diese organisches totes Material zersetzen. Sie beginnen mit der Kompostierung und spalten die komplexen Mohlekühle der Reste in Einfache, die im Anschluss Regenwürmer und Bakterien weiter verarbeiten. Dabei werden viele Nährstoffe erst freigesetzt, die die Pflanze für ihr Wachstum überhaupt erst nutzen kann.

Es gibt auch hier primäre, sekundäre und tertiäre Kompostierer, die andere Enzyme und Säuren aussondern. Von unten nach oben sind diese von der Kompostierung der anderen abhängig.

Es wird auch zwischen Brown rot und white rot Pilzen unterschieden. Die ersten Spalten die weiße Zellulose auf, während die “white rot” das Lingin der Bäume zersetzen. Lingin ist ein holzartiges Zellgewebe, welches die Pflanzen und Bäume umgibt.

3.2 Parasitäre Pilze

Wie jeder Parasit, egal ob Wurm, Larve oder Pilz, braucht auch diese Gattung einen Wirten. In der Regel sind das kranke, schwache oder tote Bäume. Diese Pilze zersetzen den Baum, um zum Beispiel den Setzlingen unterhalb des Baumes die Möglichkeit zu geben zu wachsen. Ein Mechanismus der Natur, um für die nachfolgende Generation Platz zu schaffen. Die Art wird somit erhalten.

Auch wenn es hart klingt, aber das ich auch eine Funktion der Natur, um die schwachen Pflanzen und Bäume auszusortieren. Es kann natürlich sein, dass sie an einen ungünstigen Plätzchen verweilen und deshalbt nicht optimal gedeihen können. Vielleicht ist der Boden nicht von guter Qualität und muss deshalb verbessert werden.

Nicht ALLES, was aus dem ersten Blick schlecht ausschaut, ist auch schlecht. Alles hat seine Berechtigung und Nutzen. Selbst die kleine Schnecke, die den liebevoll gepflegten Salatkopf verzehrt.

3.3 Mycorhizale Pilze

Diese Pilzgattung hat meine volle Begeisterung erlangt. Einige von meinen Lesern und Zuschauern wissen, dass ich eine Leidenschaft für das Gärtner habe und diese Pilze sollte jeder kennen. Zumindest diejenigen die etwas anbauen.

🐨 Myco bedeutet Pilz 

🐨 Hizal bedeutet Pflanze

Diese Pilze tretten in Symbiose mit den Pflanzen und Bäume ihrer Umgebung. Dabei kooperieren beide miteinander. Der Pilz dockt an die Wurzeln des Symbionten an und ermöglicht ihm somit in tieferen Schichten des Bodenreiches vorzudringen. Dadurch erhält die Pflanze mehr Nährstoffe und ist auch zusätzlich vor Trockenheit geschützt. Im Gegenzug erhält der Pilz Glucose, die die Pflanze aus der Photosynthese gewinnt.

Auch hier sind wieder zwei verschiedene Arten zu unterscheiden, die verschiedene Aufgaben erfüllen.

3.3.1 Ectomycorrhiza

Diese Pilze bilden sich um das Wurzelwerk herum und dienen zur verbesserten Nährstoffaufnahme.

3.3.2 Endomycorrhiza

Diese Gattung dringt zusätzlich in die Zellen der Pflanzen ein. Dabei werden verschiedene Strukturen entwickelt. Arbuskeln, die zur verbesserten Nährstoffaufnahme dienen. Die Vesikeln – auch ovale Strukturen dienen zur Lipidspeicherung der Pflanze in den Zellen.

Das besondere an diesen Pilzen ist, dass sie nicht an einen Symbionten gebunden sind und die Bedürfnisse dieser befriedigen.

Zum Beispiel kann derselbe Pilz für eine Eiche ein Ectomycorrhiza sein, während er für die Gurke von nebenan ein Endomycorrhiza. Dabei kommuniziert der Pilz mit seiner Umwelt und schaut was gerade benötigt wird. Nach dem Motto:

“Hey mein Freund, ich weiß wer du bist und ich weiß was du brachst. Lass mich dir helfen.”

Das Internet der Natur würde ich klassisch sagen.

Wichtig ist auch, dass der Gärtner eine Art Dirigent ist, der für einen Ausgleich dieser Pilze sorgt. Je nachdem, welche Pflanzen gerade kultiviert werden. Ein Konzernt der Natur. Ist das NICHT wunderbar?

💚🐨💚

3.4 Endophyten

Diese Pilze sind eine Art Mischung der parasitären und mycorhizalen Pilzen. Sie leben im inneren ihres Wirtes und bilden bittere Alkaloide. Diese dienen als Fraßschutz und soll den Symbionten vor Ameisen oder Insekten schützen. Auch Patogene werden damit erfolgreich bekämpft.

4. Zusätzliche Nutzen​

Auch haben Pilze verschieden gesundheitliche Vorzüge. Sie werden zur Linderung von verschiedenen Krankheiten und Beschwerden eingesetzt. In dem Buch von Paul Stamets “Myclium Running”, beschreibt er, die gesundheitlichen Vorzüge von Vital- und Gourmetpilze. Durch ihre Enzymen und Säure können sie andere Pilzarten, wie patogene, effektiv verdrengen. Auch haben sie eine antibakterielle Wirkung. 

Dieses Buch findest du hier. Es ist sehr empfehlenswert und du erhälst auch weiterführende Informationen zur Kultivierung von Pilzen. Einige Gattungen wurden sogar beschrieben von ihren Merkmalen, sodass man selbst in den Wald gehen kann, um eine Schnitzeljagd zu betreiben.

Von noch viel größerer Bedeutung, aus meiner Sicht, ist die Tatsache, dass Pilze radioaktives Material und Schwermetalle akummulieren. Das in einer großen Mengen. Daher ist es NICHT ratsam Pilze aus dem Industiregbiebt oder dem Straßenrand zu sammeln. Damit tut ihr euren Körper nichts gutes. Außer man hat vor eine Überdosis von Arsen oder Blei zu sich zunehmen. 

Aber!!

Als bewusst gesetzter Filter sind sie hervorragend und können in speziellen Aufbereitungsanlagen recycelt werden. 

Zusätzlich haben die Pilze noch die Fähigkeit, Öl und dessen Erzeugnisse zu zersetzen. Diese Produkte haben eine ähnliche Struktur wie Lignin. Auch der Teer von Straßen können die Pilze verwerten. Das dauert allerdings mehrer Jahre.

Achja, Mutternatur ist doch etwas wunderbares. Jeden Tag werden neue ALTE ERKENNTNISSE wieder entdeckt. Es macht Freude, diese wieder zu ergründen und mit der Menscheit zu teilen.

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